Im Rahmen des Markterschließungsprogramms (MEP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) organisierte die trAIDe GmbH in Kooperation mit dem lokalen Partner How2Go Consulting vom 09. November bis 13. November 2025 eine Geschäftsanbahnungsreise für deutsche Unternehmen der zivilen Sicherheitswirtschaft nach Madrid, Spanien. Ziel der Maßnahme war es, den Teilnehmenden einen fundierten Einblick in einen dynamisch wachsenden und technologisch anspruchsvollen Markt zu ermöglichen sowie konkrete Geschäftskontakte zu sicherheitsrelevanten Akteuren aufzubauen.
Insgesamt 15 deutsche Unternehmen aus den Bereichen Zivilschutz, Notfallmanagement, Überwachungstechnologien, Schutz kritischer Infrastrukturen und Cybersicherheit nahmen an der Reise teil.. Die Zielgruppen in Spanien umfassten staatliche Sicherheitsbehörden, die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, Betreiber kritischer Infrastrukturen, spezialisierte Sicherheitsdienstleister sowie relevante Verbände und Cluster.
Die Reise begann mit einem umfassenden Briefing in Madrid, das sowohl Markt- als auch Kulturaspekte beleuchtete. Fachvorträge durch Expertinnen und Experten – darunter Johanna Lambrecht, Annamirl Baumgartner und Tobias Hey (trAIDe GmbH), Ane Barañano und Marco Franco (How2Go) sowie Vertreter der Deutschen Botschaft in Madrid – gaben den Teilnehmenden einen fundierten Überblick über Markttrends, aktuelle Sicherheitsstrategien und politische Rahmenbedingungen. Prolaw Iberia stellte die rechtlichen Grundlagen für Sicherheitslösungen in Spanien vor, während SGPGIMS vertiefende Einblicke in Regulatorik, Normungsprozesse und Kooperationspotenziale boten.
Ein zentrales Highlight war der „Spanish-German Civil Security and Safety Technologies and Services Congress“, bei dem die deutschen Unternehmen ihre Lösungen in Kurzpitches präsentierten. Im Anschluss fand eine umfangreiche B2B-Matchmaking-Veranstaltung statt, inklusive Networking-Lunch, die zu 62 persönlichen Geschäftsgesprächen führte, davon 14 digital sowie 2 direkte Follow-up-Termine vor Ort.
Für die Unternehmensbesuche öffneten bedeutende spanische Sicherheitsinstitutionen ihre Türen: GMV, ein führendes Technologieunternehmen im Bereich Verteidigungs- und Sicherheitslösungen, die Guardia Civil, eine der wichtigsten Sicherheits- und Polizeibehörden Spaniens, sowie das Integrated Security and Emergency Center (CISEM), das Einblicke in integrierte Notfall- und Sicherheitsmanagementsysteme bot.
Ergänzt wurde das Programm durch individuelle Online-Gespräche mit der Sicherheitsverantwortlichen von Aena, dem größten Flughafenbetreiber Spaniens. Eine Round Table Discussion mit AES, AENOR und der Deutsch-Spanischen Industrie- und Handelskammer bot darüber hinaus strategische Perspektiven auf Marktchancen, Wettbewerbssituationen und zukünftige Kooperationspotenziale.
Trotz eines komplexen, stark regulierten Marktes und hoher Anforderungen an Zertifizierung, Zulassung und Compliance zeigte die Reise deutlich, dass für spezialisierte deutsche Anbieter hervorragende Marktchancen bestehen, insbesondere in Bereichen wie Schutz kritischer Infrastrukturen, digitales Notfallmanagement, innovative Überwachungssysteme und Cybersicherheit. Die Delegation konnte ihre Marktpositionierung schärfen, entscheidende Kontakte knüpfen und konkrete Potenziale für zukünftige Geschäftsabschlüsse identifizieren.
Die Maßnahme wurde von den teilnehmenden Unternehmen durchweg positiv bewertet, sowohl als wertvolles Instrument zur Marktvalidierung als auch zur effektiven Geschäftsanbahnung. Spanien bestätigt sich damit als attraktiver, technologiegetriebener und zukunftsorientierter Zielmarkt für deutsche Anbieter ziviler Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen.